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Russell Edgington
RussellEdgington305
Staffel(n)
3, 5
Erster Auftritt
Schön kaputt
Letzter Auftritt
Status
Vernichtet
Alter
Fast 3000 Jahre
Geburtsdatum
9. Jahrhundert v. Chr.
Todesdatum
Herkunft
Rumänien (Karpaten)
Spezies
Vampir
Beruf
Ehemaliger Druide
Ehemaliger König von Mississippi
Familie
Talbot (Abkömmling/Vernichtet)
Sophie-Anne Leclerq (Ehefrau/Vernichtet)
Darsteller
Denis O'Hare
Sprecher

"Russell Edgington ist vielleicht der mächtigste Vampir auf dem Planeten... und nun ist sein Hass auf mich gerichtet."

Eric Northman

Russell Edgington war ein Vampir und mit einem Alter von 2900 Jahren der bisher zweitälteste bekannte Vampir der Serie nach Macklyn Warlow mit einem Alter von 5541 Jahren. Bis zu seiner Einkerkerung von Eric Northman und Bill Compton in der 3. Staffel war Russell Edgington Vampirkönig von Louisiana und Mississippi. Ende der 5. Staffel wird Russell Edgington von Eric Northman gepfählt.

LebenBearbeiten

Russells Vorgeschichte Bearbeiten

Russell Edgington wurde um 1000 v. Chr. im heutigen Rumänien geboren. Er war Druide eines keltischen Stammes, der in den Karpaten lebte. Sein wahrer Name ist das keltische Wort für Rabe.

Während des Gallischen Krieges hielt er sich in Gallien auf und kam unter ungeklärten Umständen beinnahe ums Leben. Da er zu diesem Zeitpunkt bereits ein sehr mächtiger Vampir mit einem Alter von ca. 900 Jahren war, kam es vermutlich zu einer Auseinandersetzung mit einem anderen Vampir. Es ist sogar möglich, dass Russell zu diesem Zeitpunkt Godric begegnet ist, da dieser während des Gallischen Krieges verwandelt wurde.

Sein weiterer Verbleib ist ungeklärt, Eric Northman erwähnte jedoch gegenüber Nan Flanagann, dass Russells Werwölfe im Verlauf der nächsten zwei Jahrtausende stets bei gesellschaftlichen Umbrüchen und großen Kriegen gesichtet wurden, so z.B beim Fall von Konstantinopel, der Conquista von Südamerika und während des zweiten Weltkrieges wo er seine Wölfe in den Dienst der Wehrmacht stellte. Anscheinend war er auch mit Hitler persönlich bekannt, da er von ihm als "Adolf" spricht.

Im Jahr 930 betrat er gemeinsam mit seinen Untergebenen wikingisches Terrain, vermutlich Schweden. Dort stiessen sie mit Erics Familie zusammen, was einigen Wölfe und Erics gesamten Angehörige zum Verhängnis wurde. Als Eric Russell attackieren wollte stoppte dieser ihn mit den Worten: "Spiel nicht den Helden, Wikinger." Mit dieser Tat sähte er die Saat für seinen späteren Untergang, da er Erics Verlangen nach Rache unterschätzt hatte.

1945 entging Russell nur knapp den Vampiren Eric und Godric, welche auf der Jagd nach ihm waren. Die Beiden fanden jedoch heraus, dass er es war, dem die Werwölfe gehorchten und auch, dass sie durch sein Blut gestärkt waren (Dadurch war eine Werwölfin in der Lage Eric zu übertrumpfen, obwohl dieser bereits 1000 Jahre alt war. Nur der doppelt so alte Godric kam gegen sie an).

Danach verschwand Russell für etwa 60 Jahre von der Bühne der Welt.

Russell als König von Mississippi Bearbeiten

Im Jahr 2009 machte er jedoch durch die Entführung von Bill Compton wieder auf sich aufmerksam, was erneut das Interesse von Eric Northman erweckte. Eric fand durch Infiltration von Russells innerem Zirkel heraus, dass dieser einen globalen Zustand der Anarchie herbeiführen wollte, wodurch er in seiner Funktion als wohl mächtigster Vampir des Planeten, die Weltherrschaft übernehmen könnte.

Nachdem Eric Russells Geliebten Talbot gepfählt hatte, verübte Edgington einen Anschlag, indem er in einer Nachrichtensendung vor laufender Kamera einem Sprecher die Wirbelsäule heraus riss. Als er daraufhin auch Eric töten wollte, gelang es diesem ihn hinters Licht zu führen, indem er Russell das Tagwandeln anbot, was laut ihm der letzte Traum aller Vampire sei, da sie ja alles andere schon besäßen wonach die Menschen streben. Eric gelang es jedoch Russell mit Silber an sich zu binden. Zunächst versuchte Eric Russell mittels eines gemeinsamen Suizides umzubringen, was jedoch von Sookie vereitelt wurde. Daraufhin schloss Eric Russell in Silber gekettet in einer Zementgrube ein, woraus er sich laut Bill Compton frühestens in 100 Jahren befreien wird.

Am Ende der vierten Staffel wird jedoch gezeigt, dass es Russell gelungen ist sich zu befreien.

Russell nach seiner Befreiung Bearbeiten

Ein Trugschluss, wie sich später zeigt. Seine Befreiung jedenfalls geben Bill und Eric Anlass, sich dem wahren Tod durch die Vampirautorität zu entziehen, indem sie sich verpflichten, ihn der Autorität zuzuführen. Mithilfe von Sookie spüren sie ihn schließlich auf. In einem dunklen Kellerloch erholt er sich von seiner Gefangenschaft im Beton. Jemand hat ihn mit Nahrung (Menschen) versorgt, sodass er seine volle Stärke fast wiedererlangt hat. Dennoch gelingt die Internierung. In der Autorität will der Wächter Roman den "Staatsfeind Nr. 1" und unfreiwilligen Helden der Sanguisten-Bewegung (Feinde der Autorität und der Gleichstellungsagenda) mit dem wahren Tod bestrafen. Mittlerweile ist aber klar, dass Russell Hilfe aus dem obersten Zirkel der Autorität, der Kanzlerschaft, erhalten hatte. Jedoch ist es nicht die eingesperrte Ex-Kanzlerin Nora, sondern die nächste Vetraute des Wächters Roman, die undurchschaubare Salome. Sie hat Russell befreit und nutzt ihn, um sich Roman zu entledigen. Dazu manipuliert sie seine Hinrichtung, so kann er überraschend dem wahren Tod entgehen und im wahrsten Sinne des Wortes den Spieß umdrehen. Er geht Roman an und pfählt den obersten Hüter der Autorität, worauf er von der Sicherheit ein zweites Mal interniert wird.

In der folgenden Machttransformation innerhalb der Autorität belohnt ihn Salome für seine Mithilfe mit der Freiheit, er leistet eine Schwur auf die Vampirgöttin Lilith und gehört damit zum inneren Kreis jener Autorität, die er zuvor gehasst hat. Er verzichtet sogar darauf, sich an Bill und besonders Eric zu rächen. Außerdem stellt er einen wichtigen Machtfaktor für Salomes Plan, die Gleichstellungsagenda zu verwerfen, dar. Zunächst fügt er sich deren Plan, doch nicht lange lässt er sich benutzen. Den fanatischen Religionswahn, der nach der Einnahme von Liliths Blut die Autorität überschwemmt, lehnt er eigentlich ab. Vielmehr ist er besessen von der Idee, im Tageslicht zu wandeln und will unbedingt an Feenblut herankommen. Als es ihm zu viel wird, will er die Kanzler von seinem Vorhaben zu überzeugen, doch die tun das als Blasphemie ab. Daraufhin bezeichnet er deren Religion als engstirnig und rückwärtsgewandt. Zornig und enttäuscht kehrt er der Autorität den Rücken. Wegen seiner Überlegenheit hält ihn niemand davon ab. Mit sich nimmt er jedoch den AVL-Sprecher Steve Newlin, der ein kleiner Ersatz für Talbot ist.

Russell macht sich auf die Suche nach Sookie und über Jsaon gelangen er und Steve zu dem geheimen Feenclub. Diese sind von der Gefahr unterrichtet und ihre Älteste tritt dem Vampir mutig entgegen, doch ihre Fähigkeiten scheitern an der Schnelligkeit Russels. Er nutzt Jason als Schutzschild und im nächsten Moment hat er die Fee ausgesaugt. Mit ihr verfällt auch der Tarnzauber des Feenclubs und die Feen stehen plötzlich ungeschützt auf der Wiese, darunter auch Sookie. Russell ist im Rausch von dem eben gekosteten Blut und auch gestärkt, jedoch unaufmerksam. Die vereinten Kräfte der Feen können den Vampir nicht aufhalten. Doch einer nutzt den Augenblick der unaufmerksamen Rauschhaftigkeit: Eric packt Russell und pfählt ihn auf der Stelle. Damit ist seine Familie gerächt und Russell vermochte seinen Traum vom Tagwandler nicht zu erfüllen.

FähigkeitenBearbeiten

Russell besitzt alle Fähigkeiten eines Vampirs. Durch sein extremes Alter ist er um ein vielfaches mächtiger als jeder andere Vampir, mit Ausnahme von dem fast doppelt so alten warlow

Stärke: Russell hat bislang selten seine Stärke demonstriert. Jedoch gelang es ihm, den 170-Jährigen Bill Compton mit nur einem Schulterzucken gegen die Decke seines Hauses prallen zu lassenm, nachdem dieser sich auf Russells Schultern gesetzt hatte um ihn zu pfählen. Diese Aktion kommentierte er höhnisch mit: "Ist das ihr Ernst? Ich bin fast 3000 Jahre alt. Zudem köpfte er den Magister mühelos mit einer vergleichsweise winzigen Klinge und riss einem Menschen mit Leichtigkeit die Wirbelsäule raus. Zudem kann er ein Auto aus voller Fahrt stoppen.

Geschwindigkeit: Russell Edgington ist der schnellste Vampir der bislang gezeigt wurde. Während die Bewegungen von Godric (2100+) zwar von Menschen nicht mehr wahrgenommen werden konnten, von Vampiren jedoch schon, so sind Russells Bewegungen auch für jüngere Vampire nicht mehr sichtbar. Nachdem Talbot gepfählt wurde, reiste Russell innerhalb kürzester Zeit zurück nach Mississippi, wofür man laut Eric, mit dem Auto mehrere Stunden benötigen würde.

Russell kann durch den Geruch des Blutes eines Vampirs dessen Alter und Herkunft feststellen

Wie die meisten älteren Vampire ist Russell in der Lage zu fliegen.

CharakterBearbeiten

Rusell Edgington tritt erstmals als kultivierter machtbewusster und berechnender Monarch auf. Er weiß seine wahren Beweggründe und Ambitionen zu verstecken, in ihm schlummert eine jahrtausendalte Erfahrung. Daher ist es ihm auch ein Leichtes, Menschen und Vampire zu manipulieren und Intrigen zu spinnen. Je mehr über Russell bekannt wird, desto mehr steht er als Paradebeispiel für die Abgründe der Vampirwesen. Zwar ist er beherrscht und kann seine Triebe in Zaum halten (so scheint es zumindest in der dritten Staffel), doch die Verachtung für die menschliche Rasse und auch alle anderen Wesen sitzt tief. Er sieht in ihnen Nahrung oder Werkzeuge für seine Zwecke. In die Machenschaften der Menschen hat er zum eigenen Vergnügen immer wieder in der Geschichte mit seinen Werfwölfen eingegriffen. Er liebt es, Macht auszuüben und die "niederen" Rassen zu steuern und zu manipulieren. Gegenüber Eric erwähnt er, dass Adolf Hitler mit seiner Idee der Herrenrasse Recht gehabt habe, diese sei jedoch die Vampirrasse. 

Dass er sich schließlich als Monarch niedergelassen hat, verweist auf die Langeweile, die sich in ihm über die Zeit angestaut hat. Er sucht nach neuen Herausforderungen und neuen Beschäftigungen. Als einer der mächtigsten lebenden Vampire kann ihm niemand mehr beikommen, also hat er sich mit seiner großen Liebe Talbot zurückgezogen, aber nicht, ohne Pläne eines Umsturzes zu schmieden. Als er von Sookie und ihrem Blut erfährt, erwachen seine alten Geister wieder. Der Tod von Talbot schließlich stellt eine Zäsur dar. Russell scheint den Verstand zu verlieren, seine rassistischen Allmachtsfantasien arten in der Ermordung des Nachrichtenreporters vor laufender Kamera aus, später wird er von der Idee besessen, mit Feenblut durch den Tag zu wandeln.

Der Tod Talbots zeigt, dass der uralte Russell tatsächlich noch so etwas wie menschenähnliche Liebe verspürt hat. Nach dessen Tod wandelt sich sein Charakter, aus dem kultivierten und taktierenden Strippenzieher wird langsam ein irrer Fanatiker, der außer Kontrolle ist. Seine ungeheure Macht erlaubt ihm, völlig impulsiv und unberechnend vorzugehen. Sein Verstand hat durch den Verlust Talbots arg gelitten, auch während seiner Zeit im Beton.